(Foto: SPÖ Wahlkreis Oststeiermark)
Im Rahmen ihrer Sommerkampagne machte die SPÖ Bezirksorganisation Hartberg-Fürstenfeld gemeinsam mit den Bürgermeistern LAbg. Wolfgang Dolesch, Günter Müller und Andreas Hofer im Freibad St. Johann in der Haide auf die Bedeutung der regionalen Freibäder aufmerksam.

Die SPÖ fordert von der steirischen Landesregierung eine ausreichende finanzielle Unterstützung sowie ein eigenes Maßnahmenpaket für die Gemeinden, die angesichts ihrer angespannten finanziellen Lage immer stärker unter Druck geraten. Ziel ist es, den langfristigen Erhalt der Freibäder sicherzustellen, notwendige Sanierungen zu ermöglichen und flächendeckend Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene anbieten zu können. „Ein Freibad ist kein Plusgeschäft. Trotzdem investieren Gemeinden jedes Jahr viel Geld, damit diese wichtigen Einrichtungen erhalten bleiben. Freibäder sind ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge und dürfen nicht verloren gehen“, waren sich die Bürgermeister einig.

Viele Gemeinden unternehmen große Anstrengungen, ihre Freibäder langfristig zu erhalten. Gleichzeitig wird der finanzielle Spielraum immer kleiner. Die steigenden Kosten stellen zahlreiche Gemeinden vor große Herausforderungen und machen deutlich, dass es langfristige Unterstützung braucht. Bürgermeister Günter Müller betonte, dass seine Gemeinde bewusst an sozial verträglichen Eintrittspreisen festhält. Auch Schulklassen können das Freibad kostenlos nutzen. Bürgermeister Andreas Hofer verwies darauf, dass in Lafnitz mit einer Photovoltaikanlage auf der benachbarten Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtung Maßnahmen gesetzt wurden, um die Energiekosten des Freibades langfristig zu senken.

Anfänger-Schwimmkurs

Ein besonderes Erfolgsprojekt ist der Anfängerschwimmkurs im Freibad Lafnitz. Nachdem es zwei Jahre lang kein entsprechendes Angebot gegeben hatte, traten Eltern mit dem Wunsch nach einem leistbaren Schwimmkurs an die Gemeinde heran. Mehrere eingeholte Angebote lagen bei über 150 Euro pro Kind. Gemeinsam mit der ASKÖ Burgenland konnte schließlich ein qualitativ hochwertiger Kurs für 50 bis 55 Euro angeboten werden. In den vergangenen zwei Jahren haben dadurch bereits rund 200 Kinder aus Lafnitz und den umliegenden Gemeinden bis in den Raum Friedberg schwimmen gelernt.
Heuer übernahm die SPÖ Bezirksorganisation Hartberg-Fürstenfeld die Finanzierung des Anfängerschwimmkurses in Lafnitz. „Es ist eigentlich nicht Aufgabe einer politischen Organisation, Schwimmkurse zu finanzieren. Aber uns ist wichtig, dass jedes Kind schwimmen lernen kann. Gerade angesichts des Klimawandels verbringen Kinder mehr Zeit am Wasser. Schwimmen ist eine Lebenskompetenz und kann Leben retten. Deshalb unterstützen wir dieses Projekt ganz bewusst“, betonte Bezirksfrauenvorsitzende und Kommunikationsleiterin Amela Hirzberger.

Die Bürgermeister machten zudem deutlich, dass die Gemeinden die steigenden Kosten für den Erhalt ihrer Freibäder langfristig nicht alleine bewältigen können. Es braucht ausreichende Fördermittel, um notwendige Sanierungen zu ermöglichen, den laufenden Betrieb der Freibäder abzusichern und ein flächendeckendes Angebot an Schwimmkursen für Kinder und Erwachsene sicherzustellen.
LAbg. Wolfgang Dolesch unterstrich die Bedeutung der Freibäder für die Gemeinden: „Freibäder sind Orte der Begegnung, der Bewegung und der Abkühlung. Sie gehören zur öffentlichen Infrastruktur und dürfen nicht vom finanziellen Spielraum einer Gemeinde abhängen. Das Land muss die Gemeinden bei der Erhaltung und Sanierung der Freibäder sowie bei der Finanzierung von Schwimmkursen stärker unterstützen.“
Mit der Finanzierung des Schwimmkurses und ihrer Sommerkampagne setzt die SPÖ Hartberg-Fürstenfeld ein bewusstes Zeichen: Kinder sollen unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern schwimmen lernen können. Gleichzeitig braucht es ein klares Bekenntnis des Landes Steiermark und eine deutlich stärkere Unterstützung für die Gemeinden, damit Freibäder auch künftig als wichtige Treffpunkte, Orte der Abkühlung und Zentren des gesellschaftlichen Lebens erhalten bleiben.